Von Bienen und Öko-Weihnacht

Stell dir vor, es gibt keine Bienen mehr. Im Jahr 2098 ist das Wirklichkeit, jedenfalls in dem Buch „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde, das ich kürzlich gelesen habe. Und stell dir vor, die Menschen müssten die Bestäubung der Pflanzen selbst übernehmen – in mühevoller Feinarbeit. Das Buch verwebt drei Zeitebenen – in der Vergangenheit, der Gegenwart, der Zukunft. Und es zeigt in lesenswerter Romanform auf, wie der Mensch abhängig ist von seiner Umwelt. Und wie er sie zerstört.

 

Foto: copyright Greenpeace Magazin

Umweltschutz gerät im Alltag schnell in Vergessenheit. Mit dem Auto zum Bäcker, mit dem Billigflieger nach Asien. Jeden Tag einer neuer Coffee-to-go-Becher und beim Shoppen lieber viel und günstig, als weniger und öko. Klingt zu moralisch? Muss auch mal sein und soll nur ein wenig anregen, immer wieder und immer öfter an die eigene Ökobilanz zu denken. Gerade jetzt, wenn dieser Tage in Bonn die UN-Klimakonferenz sich hoffentlich erfolgreich Gedanken macht und Taten folgen lässt.

Kleine Taten können wir ja täglich beisteuern. Vielleicht zum neuen Jahr zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln. Vielleicht öfters aufs Rad umsteigen. Oder einfach mal zu Fuß gehen. Das hat, neben der Bewegung, gleich noch einen positiven Nebeneffekt. Es entschleunigt ungemein. Vielleicht die Weihnachtsgeschenke unter dem Aspekt Nachhaltigkeit auswählen. Oder nicht noch mehr Plastik-Weihnachts-Deko kaufen, sondern sich am Kerzenschein wärmen.   

Geschenkideen, die zur Öko-Weihnacht passen, lassen sich finden. Eine kleine Aufmerksamkeit: Beim Shop des Greenpeace Magazins https://www.greenpeace-magazin.de/warenhaus gibt es ein „Bienenmenü“: ein Tütchen Samen mit Leckereien für die schwarz-gelben Helferinnen. Könnte ja eine Zugabe zur Weihnachtspost werden. https://www.greenpeace-magazin.de/warenhaus/produkt/bienenmenue

Weitere Geschenkideen gibt es bei uns in der Salzgrotte. Wir vertreiben zum Beispiel eine feine Auswahl alpiner Öko-Produkte der Firma Chrystal aus Österreich, mit der uns eine schöne Namensähnlichkeit verbindet. Zum Beispiel das wunderbare Natursalz-Peeling mit pflegendem Honig, Badesalze, duftende Seifen und andere pflegende Öko-Präsente.      

Kleine Schritte für die Ökobilanz versuchen wir auch in der Salzgrotte. Statt Bergen von Plastik-Überziehschuhen, gibt es bei uns waschbare Stoffüberzieher. Oder Ihr bringt Euch die eigenen Strümpfe mit. Noch besser und auch viel gemütlicher. Der Tee, den wir anbieten, ist ausschließlich Bio-Tee. Unsere Flyer und Karten lassen wir auf Recycling-Papier drucken. Oder Ihr schaut im Internet, da steht noch mehr an Infos und man spart das Papier gleich ganz. Ein Umweltaspekt ist unfreiwillig – da wir uns die wenigen Parkplätze vor dem Haus der Münster-Therme mit Bade- und Saunagästen teilen müssten, ist es sowieso am besten, man kommt mit dem Rad, zu Fuß oder mit der Straßenbahn zu uns.     

Männer auf die Matte

Yoga ist kein Sport.

Beim Yoga-Kurs sind nur Frauen.

Om und Entspannungsmusik sind mir zu esoterisch.

Beim Yoga musst du Leggings tragen.

Vorurteile, die Mann schon mal abhalten können, Yoga für sich zu entdecken und davon zu profitieren. Der Blogger Thomas Meinhof spielt mit diesen Vorurteilen. Er kennt sie aus eigener Erfahrung und kann sie (natürlich) wunderbar entkräften. Auf seinem Blog www.yogadu.de liest sich das sehr unterhaltsam und durchaus anspornend. Für Männer, sich aufzuraffen, Yoga mal auszuprobieren. Für Frauen, sich einzulassen, die männliche Sichtweise kennen zu lernen. Denn manchmal sind sie zugegebener Maßen nur eingeschränkt tolerant, was die Beweglichkeit der meist wenigen Kursteilnehmer angeht und es fällt die ein oder andere belächelnde„Quoten-Mann“-Äußerung.    

Also Mädels, empfangen wir die männlichen Yogis in der nächsten Yogastunde mit Neugier und großem Herz. Und Jungs, lasst abfällige Bemerkungen zu Katze, Kuh und Krähe. Macht mit bei Rückenstärkung, Kraftaufbau und Fasziendehnung. Und traut Euch ans Meditieren. Das ist ja neben Pranayama, den Atemübungen, und Asanas, den Körperhaltungen mit den manchmal eigentümlichen Bezeichnungen, der dritte Pfeiler beim yogischen Gesamtpaket. Und gehört auch beim Yogatrainer der Deutschen Nationalmannschaft, Patrick Broome, genauso zum Programm wie fordernde und dehnende Asanas. In München betreibt er vier Studios, Jogi Löw hatte ihn zur WM 2006 erstmals ins schwarz-rot-goldene Trainingslager aufgenommen. In Interviews erzählt Patrick Broome gern von den benefits für die Fußballprofis und verrät, wer besonders gerne zu ihm kommt. (Mario Götze, Benedikt Höwedes und Manuel Neuer übrigens.)

Bei einer Yogamesse konnte ich mal einen Workshop bei Patrick Broome mitmachen. Die Matten eng an eng, hunderte in einer ehemaligen Fabrikhalle, er mit Pferdeschwanz und Headset, begleitet von grooviger Yogamusik. Zum Abschluss ein Sarvasana, das der Endentspannung im kleinen Kreis in nichts nachstand. Und „Om shanti“ fehlte auch nicht.   

Und das zum Abschluss, keine Vorurteile, positive Aussagen zum Idealfall:

Yoga fokussiert – bei alltäglichen Herausforderungen, bei sportlichen Zielen, weil es die Aufmerksamkeit bündelt, Körperbewusstsein schafft und den Geist beruhigt.

Yoga ist eine super Ergänzung zu Sportarten wie Fußball und Laufen, weil es hilft, einseitige körperliche Belastungen zu kompensieren.

Yoga macht stark gegen Rückenschmerzen, Stress und Verspannungen, weil es den Körper ganzheitlich fordert, Muskelpartien stärkt und das Loslassen in der Dehnung übt.  

Und das nur am Rande: Yoga wurde ja von Männern begründet. Damals durften die Frauen nicht mitmachen. Heute gehen wir gemeinsam auf die Matten.  

Vom Fallen der Blätter und es sich hyggelig machen

Morgens um sieben, wenn die Blätter fallen beim Joggen am Rhein, kommt dieses Gedicht in Erinnerung. Aus der zehnten oder elften Klasse, jedenfalls aus der Zeit, als der Deutschunterricht sich langsam löste von Sachtexten, Argumentationen und Personencharakterisierungen, hin schwenkte zu tiefsinnigeren Texten, auch melancholischeren wie das Rilke-Gedicht. Schön ist es, tröstlich, merkt man Jahre später beim noch einmal Lesen:

 

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Ronja und der Sommer

Es gibt tolle Bilderbücher, keine Frage. Witzige, tiefsinnige, abwechslungsreiche, pädagogisch wertvolle, spannende Vorleseeinheiten für kleine und kleinste Kinder. Aber am schönsten wird es doch an der Grenze zum selber Lesen.

Wenn das Grundschulkind sich selbst an „Greg“, „Conny“ und „Supernick“ macht, dann bleibt ja auch noch Zeit für die richtig tollen Bücher, die es beim kindlichen selber Lesen in Konkurrenz zu „Selection“, „Bestimmung“ und „Harry Potter“ (auch der immer noch), nur schwer schaffen, aber beim Vorlesen das Eintauchen in poetische Welten zulassen. 

 

 

 

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Glücksorte und Yoga

 

Ein Blog, der monatelang pausiert, ist ja nicht so richtig ein Blog. Aber manchmal braucht es eine Zeit, eine Auszeit. Die ist jetzt vorbei. Versprochen. Unterdessen habe ich das Glück in der Großstadt gesucht. Und gefunden. 80 Glücksorte in und um Düsseldorf fügen sich in dem gleichnamigen Buch, das kommendes Frühjahr im Droste-Verlag erscheinen wird, zu einem besonderen Blick auf die Stadt und ihre Umgebung. 

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Frühlingserwachen

Frühlingserwachen und Allergikerleid 

 

Kalendarisch ist er längst abgehakt, meteorologisch immer noch nicht ganz, gefühlt kommt er in sporadischen Anflügen mit sommerlichen Einsprengseln: der Frühling. 

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Selbstbräuner und Smoothie

 

Tipps to survive in winter

Sonnenstudio geht ja gar nicht. Auch wenn es manche unter den Deckmantel Fitness-Studio-Besuch integrieren. Solarium hilft zwar gegen deprimierende Winterblässe und ermüdenden Vitamin D-Mangel, ist wellnessmäßig aber ziemlich out. Wer sich trotzdem morgens im gnadenlosen Badezimmerlicht nicht mehr sehen kann ohne wehmütig an leichte Sommerbräune inklusive -frische zu denken, dem empfehle ich Selbstbräuner.   

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Weniger ist mehr - anders schenken

Was haben Klimakonferenz, die aktuelle "Spiegel Wissen"-Ausgabe und Weihnach-ten gemeinsam?

Das Motto „Weniger ist mehr“. 


Gestern morgen im Radio eine Meldung zum Pariser Weltklimagipfel: laut Oxfam kommt die Hälfte der CO2-Verschmutzung von nur 10% Menschen. Den reichen weltweit, die im Übermaß konsumieren und damit der Wirtschaft zwar kurzfristig Gutes tun mögen, der Umwelt langfristig aber das Genick brechen. Und die armen Länder leiden besonders an den Folgen wie Dürren, Stürmen und anderen langfristigen Folgen der klimaschädlichen Treibhausgase.

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"Chill mal"

Die Jugend hat auch mal recht

Ich muss zugeben, für mich war er neu der Ausdruck. Obwohl er in gewissen Altersstufen ziemlich verbreitet ist, wie mir meine 13jährige Tochter bestätigte. 

Auch wenn ich aus dem Alter der Jugendsprache definitiv heraus bin, cool find ich ihn: „Chill mal die base“.

 

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Abenteuerkick und Geduldsproben

Meine erste Kanufahrt

Wildwasser-Rafting, Bungeespringen, Fall-schirmgleiten - klingt toll, wenn es gilt, den Urlaub abenteuerlicher zu machen. Aber brauch ich gar nicht. 

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Mein Yoga, mein Leben

Buchtipp 

Okay, Yoga-Bücher gibt es viele. Die aus den Ratgeber-Verlagen mit Übungs-CD oder solche mit Selbsterfahrungstouch wie sie Ursula Karven und Susanne Fröhlich geschrieben haben. Eines, das mich tatsächlich motiviert hat, heißt "Dein Yoga, dein Leben".   

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Vom Anfangen und Durchhalten

Gute Vorsätze  

 

Mehr Sport, weniger Stress, gesünder leben oder einfach Freundschaften pflegen -  wie man es schafft, dass es nicht beim Durchstarten bleibt, sondern langfristig sich etwas ändert im Alltag, habe ich kürzlich fürs ZDF einen Sozialpsychologen gefragt, der sich in seinen Studien unter anderem mit Willenskraft, Versuchungen und dem inneren Schweinehund befasst. 

 

hier ist der Link zum Beitrag in die ZDF-Mediathek, vielleicht mit der ein oder anderen Anregung  

 

Annette Kanis

Schokoladenseiten der dunklen Jahreszeit

Hormonwirrwarr und zuckerfreie Schoko 


Die Blätter fallen wie von weit, es wird früher dunkel, irgendwann räumen wir die warmen Sachen im Kleiderschrank in griffbereite Zonen. Herbstzeit.


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Innerliches Blumen pflücken

Von freundlichen Menschen

 

"Es ist mir ein innerliches Blumen pflücken." Samstags kurz vor Ladenschluss an der Biosupermarktkasse. 

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Fliegen auf Gesang

Betty Heller in der  Salzgrotte

 

"Wunderbarer Gesang, der mich fliegen läßt", drückt es eine Zuhörerin poetisch aus. "Cool", urteilt knapp und nicht weniger begeistert meine 12jährige Tochter. "Mir kamen die Tränen", sagt eine andere Frau. Reaktionen auf Betty Hellers Heilgesang. 

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Kinderkino

Rico, Oscar und Anke - oder

Schicksalsverräter


Ich liebe Kinderkinofilme. Jedenfalls, wenn sie gut gemacht sind, wie jetzt die Verfilmung des preisgekrönten Buchs "Rico, Oskar und die Tieferschatten". Mit dabei in einer kleinen, aber feinen Gastrolle: Anke Engelke. 

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